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Die Finanzkrise war ein Schock für alle – selbst wenn für einige mehr und für andere weniger. Die Verbraucher wurden aber sehr stark getroffen, vor allem die, die Konten bei den meist betroffenen Banken hatten. Aber kaum eine Bank ist wirklich unversehrt davongekommen. Dies hat die Kunden natürlich misstrauisch gemacht, aber das Verhalten der Banken während der Finanzkrise hat auch viele der Bundesbürger unzufrieden gestimmt.

Eine Studie zeigt, dass das Verhalten der deutschen Banken in der Finanzkrise bei den Deutschen einen Vertrauensverlust produziert hat. Laut der Studie ist fast die Hälfte der Deutschen der Meinung, dass sie kein Vertrauen mehr in Kredit Institute haben und dazu sind auch fast der Hälfte der Deutschen über ihren Bankberater nicht mehr zufrieden. Mit anderen Worten trauen sie diesem auch nicht mehr.

Die Studie wurde von dem Marktforschungsinstitut GfK durchgeführt und wurde von der Agentur diffferent in Aufrag gegeben. Etwa 43,1 Prozent der Befragten sagen, dass sie den Banken nicht mehr vertrauen und etwa 41,6 Prozent trauen ihrem eigenen Bankberater nicht mehr. Bei der Umfrage wurde klar, dass vor allem die älteren Bundesbürger ihr Vertrauen in das Bankensystem verloren haben. Im Bereich der 51 bis 65 jährigen sagten 60 Prozent, dass sie den Banken nicht mehr vertrauen. Die jüngeren Verbraucher, die zwischen 18 und 34 Jahre alt sind, waren weniger skeptisch: nur 34,7 Prozent erklärten, dass sie dank der Krise den Banken nicht mehr trauen können.

Dies zeigt, dass nicht nur die Krise ein wichtiger Faktor in Vertrauen der Kunden ist, sondern auch deren Einstellung und Alter. Es wurde erklärt, dass die älteren Bundesbürger eher Nachrichten verfolgen und weniger naiv sind, als die jüngeren.

Für die Studie würde ein eigenes System genutzt um festzustellen welche der Banken, wegen der Krise und das Verhalten in der Krise, besonders an Image bei den Deutschen verloren haben. Privatbanken, wie die Commerzbank, Targobank, Deutsche Bank und HypoVereinsbank haben sehr schlecht abgeschnitten. Diese Banken erreichten Werte zwischen 20 und 34, während der Höchstwert bei 100 Punkten lag.

Im Vergleich dazu konnten die Sparkassen, zum Beispiel Volks und Raiffeisenbank, eine bessere Punktzahl erreichen, zwischen 40 und 50 Punkten. Die Direktbanken, wie Ing und DKB konnten auch zwischen 35 und 45 Punkte erreichen. Keine Bank konnte aber eine Punktzahl über 70 erreichen, was zeigt, dass die Finanzkrise bei allen Banken einen Imageverlust dargestellt hat. Dies konnten die Banken auch daran merken, dass die Kundenzahlen sinken und dass die Kunden weniger zufrieden sind.

Eine neue Studie zeigt, dass die Kunden der deutschen Banken keine richtige Beziehung mit ihren Banken haben. Das Problem wurde schon in der Vergangenheit angedeutet. Die Bankkunden in Deutschland sind nicht zufrieden mit den Banken und obwohl es eine Beziehung geben sollte, die auf Vertrauen beruht, ist diese Verbindung nicht existent. Im Bereich der Finanzen ist das von großer Bedeutung, da die Banken praktisch ihre Geschäfte auf Vertrauen vermarkten.

Die Studie wurde von Gallup Deutschland durchgeführt. In der Studie wurden fast 4.000 Kunden befragt, die die Dienstleistungen einer Sparkasse, Genossenschaftsbank oder einer privaten Bank nutzen. Die Antworten der Befragten zeigen, dass die Kunden mit den Banken nicht verbunden sind und dass sie auch keine echten Unterschiede zwischen den einzelnen Instituten sehen.

Nur etwa 14 Prozent der Befragten haben gesagt, dass sie sich mit ihrer Bank oder Sparkasse verbunden fühlen. Die Genossenschaftsbanken scheinen eine bessere Beziehung zu ihren Kunden zu pflegen, da 19 Prozent der Kunden dieser Banken erklärten, dass sie sich mit ihrer Bank verbunden fühlen. Bei den anderen Banken waren viel weniger dieser Meinung. Nur 13 Prozent der Sparkassenkunden sagten, dass sie mit ihrer Bank verbunden und nur 11 Prozent der Privatbanken sagten dies.

Etwa ein Fünftel der Befragten erklärten, dass sie Vertrauen in ihre Banken haben und dass sie daran glauben, dass die Mitarbeiter der Filialen mit denen sie zu tun haben fehlerfrei arbeiten. Etwa 26 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Kreditinstitute Zusicherungen nicht einhalten.

Die Studie zeigt, dass etwa 66 Prozent der Deutschen in dem letzten halben Jahr eine Bankfiliale besucht haben. Weniger als die Hälfte, also 42 Prozent der Befragten, sagten dass sie monatlich in eine Bankfiliale gehen.

Während die Beziehung zwischen den Banken und ihren Kunden eher kalt ist, sind die meisten der Befragten der Meinung, dass es kein Problem wäre die Bank zu wechseln. Nur etwa 27 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass es kompliziert ist die Bank zu wechseln.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Banken mehr ihre bestehenden Kunden pflegen sollten und eine echte Beziehung mit ihnen aufbauen sollten. Damit können sie ihr Geschäft verbessern und die Zahl ihrer Kunden stabilisieren. Die meisten Kunden sind der Ansicht, dass zwischen den Banken kein echter Unterschied besteht, so dass eine echte Beziehung gerade diesen Unterschied machen kann.

Dazu stellte die Gallup Studie fest, dass die zufriedenen Bankkunden ihre Bank auch anderen, wie zum Beispiel Freunden weiter empfehlen.