OnTV24.de

tägliche Infos aus der Welt der Finanzen

Browsing Posts tagged Finanzen

W&W, der Versicherungs- und Finanzkonzern, hat vor kurzem die Allianz Dresdner Bauspar AG gekauft. Dies war vorher eine Tochtergesellschaft der Commerzbank. Nun wird sie aber von W&W verwaltet. Mehrere Details sind im Moment noch nicht bekannt, denn werde der Versicherungs- und Finanzkonzern W&W noch die Allianz Dresdner Bauspar AG gaben Angaben zu dem Kaufpreis. Das Institut ist darauf spezialisiert Bausparen spezialisiert.

Der Preis für die Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG ist nicht bekannt. Finanzexperten schätzen den Preis aber auf etwa 121,2 Millionen Euro ein. Seit einigen Monaten schon verhandeln W&W und Commerzbank über eine mögliche Übernahme und nun ist die Transaktion geglückt. Damit findet die Allianz Dresdner Bauspar AG einen neuen Besitzer.

Die Commerzbank und die Wüstenrot Bausparkasse gehen damit eine neue Zusammenarbeit ein. Damit sollen sie im Bereich Bausparen neue Produkte auf den Markt bringen und mit der Allianz Gruppe weiter arbeiten. Wüstenrot soll weiterhin exklusiv die Bausparverträge vertreiben. Die Bausparkasse kann damit durch ihre Kooperation die Vertriebsmöglichkeiten erweitern. Die Produkte werden nun über 1200 Commerzbank Filialen angeboten.

Die EU Kommission hatte einen Verkauf der Bauspartochter Allianz Dresdner veranlasst und die Commerzbank ist dem gefolgt. Da die Commerzbank Unterstützung von dem Bund bekommen hatte um es durch die Finanzkrise zu schaffen, musste sie mehrere ihrer Geschäfte verkaufen und sich auflösen. Insgesamt gab der Sonderfonds der Bundesregierung 18,2 Milliarden an die Commerzbank. Bis Ende 2011 müssen die Geschäfte der Commerzbank dafür verkauft werden, wie die Kommission beansprucht hat. Zum Beispiel muss noch Eurohypo verkauft werden, aber dafür ist bis Ende 2014 Zeit.

Durch die Übernahme werden nun neue Produkte für die Verbraucher hinzukommen, aber was genau das sein wird und wie das alles verschieden sein wird, bleibt noch offen. Über das Schicksal der Mitarbeiter der Allianz Dresdner Bauspar AG ist auch nichts bekannt. Ob einige entlassen werden oder ob es eine Umstrukturierung geben wird, wird man erst in Zukunft erfahren.

Die Übernahme ist für die Allianz Dresdner Bauspar AG aber ine Gelegenheit zu wachsen und sich zu entwickeln. Damit ist die Zukunft offen, selbst wenn der aktuelle Markt immer noch schwierig ist.

Der Frühling 2010 bringt in der Finanzwelt einige Änderungen. Viele Finanz Institute haben im Januar oder im Februar schlechte Zahlen veröffentlicht. Nun planen sie Änderungen in ihrem Angebot um produktiver zu werden und wieder auf Profit zu kommen.

Ein Beispiel ist die Comdirect Gruppe die im Februar ihre Geschäftszahlen veröffentlicht hat. Nach der Veröffentlichung ist die Zahl der Kunden bei der Bank gesunken, da einige ihr Vertrauen verloren haben und zu einer anderen Bank gegangen sind. Von den mehr als 2 Millionen Kunden der Comdirect Bank sind etwa 5.000 gegangen. Nun hat die Bank laut eigener Angabe, etwa 2.144.900 Kunden. Allerdings hat die Kredit Bank Comdirect nur Kunden in der Sparte für institutionelle Kunden verloren, die unter der ebase GmbH funktioniert. Bei der Verbrauchersparte soll es keinen Kundenverlust gegebenen haben.

Allerdings sieht es bei der Comdirect Gruppe trotzdem nicht besonders gut aus, im Bereich der Verbraucher. Die Wertpapierorders für Privatkunden haben abgenommen. Etwa 79.000 weniger Aufträge wurden hier aufgenommen, trotz der Tatsache, dass die Zahl der Depots bei der Bankgruppe um etwa 1.250 stieg.

Reuters, die Nachrichten Agentur, kündigt aber an, dass dies der Trend auf dem Markt ist und dass die Situation nicht einzig und allein bei der Comdirect Bank anzutreffen ist. Im Februar wurde im Bankensektor festgestellt, dass es ein geringeres Handelsvolumen gibt. Die Orderzahlen sollen gesunken sein, und das um etwa 7 Prozent.

Im Fall der Comdirect Bank ist auch etwas Positives festzustellen: es sind neue Girokonten hinzugekommen, etwa 7.400. Die Comdirect Bank verwirtschaftet jetzt rund 551.200 Girokontos. Dazu ist auch die Zahl der Tagesgeld Konten gestiegen, etwa um 5.900. mehr. Im Februar verwaltete das Institut 22,38 Milliarden Euro in Form von Kundenvermögen. Die Kundeneinlagen sind aber auf 9,14 Euro gefallen, im Vergleich zu dem vorigen Monat.

Die Comdirect Bank muss sich nun an die neue Situation anpassen. Andere Banken haben ihr Angebot reduziert um es übersichtlicher zu machen und um dadurch neue Kunden zu gewinnen. Allerdings wird es schwierig massive Änderungen in den Zahlen zu produzieren, während der gesamte Finanzmarkt in Deutschland eher still steht, da die Kunden auf Transaktionen und andere Finanzprodukte verzichten. Nach dem sich alle Banken neuordnen, könnte der Markt langsam wieder in fahrt kommen, aber was Kredite angeht wird es noch dauern, bis diese wieder auf das vorige Niveau kommen.”mde

Der Spiegel berichtet über das etwas andere Finanzgeschäft. In der heutigen Edition des Online Spiegels, wird berichtet wie Finanzspekulanten in Griechenland die Wirtschaft zerstören um daraus Profit zu machen. Griechenland hat seit einiger Zeit riesige Schuldenprobleme. Daran scheinen die Banken beteiligt zu sein. Das Geschäft der Banken mit Griechenland soll nach dem gleichen Prinzip funktionieren, wie das Lehman Brothers Fiasko, welches die Finanzkrise ausgelöst hat. Der Spiegel bezieht sich auf die New York Times, die warnen dass Griechenland in das Bankrott getrieben wird. Die großen Banken in Griechenland, die die Staatsanleihen abkaufen setzten nun auf den kompletten Ruin und hoffen daraus Profit zu machen.

Die wichtigsten Institute die an der Aktion beteiligt sind, sind Credit Suisse, die UBS, Société Générale, BNP Paribas und die Deutsche Bank. Mehrere Banken, darunter auch Jp Morgan und Goldman Sachs haben vor Kurzem einen Index zusammengestellt, der zeigen soll wie wahrscheinlich es ist, dass bestimmte Staaten in Europa pleite gehen. Dieser Index wurde iTraxx SovX Western Europe Index genannt und wird von der Markit Group of London zusammengestellt. Der Index wird auf Grund von Credit Swaps zusammengestellt, also Versicherungen für Kreditausfälle. Falls ein Staat pleite geht, werden diese eingelöst und der Besitzer kassiert viel Geld. Dadurch, dass die Banken massiv Credit Swaps kaufen, steigt ihr Preis und eine Blase entsteht, wie im Fall der amerikanischen Immobilien. Damit kommt der griechische Staat in eine Gefährliche Situation und die Lage wird schlimmer als sie es sein sollte.

Durch den Anstieg der Preise für Credit Swaps, wird es für Griechenland immer schwerer die Schulden zu refinanzieren und dadurch greifen immer mehr Institute zu Credit Swaps. Damit entsteht eine Spirale die dazu führt, dass der Staat destabilisiert wird und der Euro ebenfalls Probleme hat. Normalerweise wäre das Spiel mit den Credit Swaps gefährlich für die Banken, denn eine Staatspleite würde bedeuten, dass sie ihren Wert komplett verlieren. Die Sicherheit wird aber von der EU garantiert, so dass die Banken ihr Spiel weiter treiben können. Eine tatsächliche pleite Griechenlands wäre für viele Banken in Deutschland gefährlich, denn die meisten Großbanken aus Deutschland haben Investitionen von mehreren Milliarden Euro in dem Finanzsystem aus Griechenland.

Die Deutsche Wirtschaft bringt wieder dunkle Wolken über die Finanzwelt. Auf den Finanzmärkten sind die Analysten mit den Resultaten der Deutschen Unternehmen nicht zufrieden. Der ZEW Konjunkturindex ist in dem Februar nach unten gegangen im Vergleich zu dem Wert aus dem Januar. Die Finanzwelt reagiert damit auf die Staatsverschuldung, den Euro und die Probleme im Deutschen Arbeitsmarkt.

An den deutschen Börsen sind die Experten für dieses Jahr nicht optimistisch. Ein bedeutender Aufschwung soll in 2010 nicht kommen, so dass die Broker kaum Gewinne an der Börse erwarten.

Im Februar ist der ZEW Konjunkturindex wieder gefallen, und zwar auf 45,1 Punkte. Im Januar stand er bei 47,2 Punkten. Der ZEW Index wird von dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zusammengestellt. Nun befindet sich der Wert des Index auf dem niedrigsten Niveau seit Juli 2009, da er schon seit fünf Monaten konstant abnimmt.

Der ZEW Chef Wolfgang Franz erklärt: „Zwar haben wir bei der Wirtschaftskrise das Schlimmste hinter uns, aber die Sorgen über die Arbeitsmarktentwicklung, Staatsverschuldung und den Euro sind nicht geringer geworden”.

Für den Index werden Analysten und Anleger befragt. Diese sind pessimistisch vor allem was die Märkte für Konsum, Handel und Autoindustrie angeht. Doch auch die Stahlindustrie und die Chemiebranche sind gefährdet, da diese stark von dem Export abhängen.

In dem jetzigen ZEW wurden die Meinungen von etwa 300 Investoren und professionellen Anlegern synthetisiert. Diese sind etwas optimistischer über die aktuelle Lage, aber pessimistischer für die Zukunft. Der Lageindex befindet sich nun auf minus 54,8 Punkte, also um 1,8 Punkte besser als im Januar.

Der ZEW Index ist einer der wichtigsten Indikatoren für die Stimmung in der Deutschen Wirtschaft und ist relevant da Analysten und Anleger befragt werden. Diese sind wieder weniger optimistisch, aber das gilt nicht nur für Deutschland sondern für den gesamten Euroraum. Die Konjunkturerwartungen für den Euroraum ist um 6,2 Punkte gefallen und erreichte 40,2 Punkte. Die Lagebeurteilung stieg aber auch hier leicht an, um fast einen ganzen Punkt.

Die Deutsche Wirtschaft soll also in 2010 stagnieren. Dies wird für viele Unternehmen Probleme schaffen und der Arbeitsmarkt wird wohl nicht wieder zum Leben kommen.