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Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland is unter anderem auch daran zu bemerken, das es deutschen Unternehmen leichter wird, einen Kredit zu bekommen. Die Kredithürde sank erneut, obwohl es gerade noch im letzten Jahr ganz anders ausgesehen hat. Kredite waren nur umständlich zu erhalten, gerade für Unternehmen, da Banken sicher gehen wollten, in der schwierigen Situation der Finanzkrise, faule Kredite zu vermeiden zu können. Deshalb War es nicht leicht, Kredite zu bekommen – es sei denn man akkzeptierte ungünstige Konditionen wie eine Menge Sicherheiten, höhere Zinsen oder sehr strikte Rückzahlungsbedingungen für den Kredit. Jetzt macht das ifo-Institut für Wirtschaft bekannt, das sich dieser Trend eindeutlich geändert hat und es Kredite zu immer günstigeren Konditionen gibt. In Deutschland werden immer mehr Kredite vergeben, was also bedeutet, das eine Kreditklemmen äußerst unwahrscheinlich erscheint.

Solch eine Kreditklemmen wurde befürchtet, als die neuen Regelungen von Basel III eingeführt wurden. Diese besagten, das Banken ab jetzt mehr Eigenkapital halten müßten und änderten zusätzlich die Definition des harten Kernkapitals. Aufgrund dieser Regelungen hatte man damit gerechnet, das Banken die Zinsen für Kredite erhöhen würden. Es scheint aber, das es deutschen Banken ohne große Probleme gelungen ist, das benötigte Eigenkapital aufbauen zu können und deshalb die Verfügbarheit von Kredit nicht gesunken ist. Auch die Konditionen für Kredite haben sich nicht verschlechtert, sondern eher verbessert.

Das so genannte Fiskusprivileg ist 1898 entstanden und wurde 1998, nach hundert Jahren abgeschafft. Das Privileg garantierte dem Finanzamt im Falle einer Insolvenz den Erstrang unter den Gläubigern und falls das Unternehmen Steuerschulden hatte, dann konnte sich der Bund vor den Arbeitsnehmern und –Gebern, Banken und Inhabern an der Insolvenzmasse bedienen. Das Insolvenzrecht  hat das Privileg 1999 abgelöst und ersetzt.

Das Problem des Fiskusprivilegs wurde allerdings 1999 nicht begraben. 2010 wurde es wieder zum heftigen Diskussionsthema, als sich die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger vorgenommen hat, das Fiskusprivileg wieder einzuführen. Die Initiative sollte dem Staat jährlich 500 Millionen Euro in die Kasse spülen, wurde aber vom Verband der Insolvenzverwalter Deutschlands und von kleinen und mittleren Unternehmen stark kritisiert, da es hohe Risiken miteinbezog.

Die größte Gefahr des Fiskusprivilegs ist die massive Arbeitslosigkeit, da sich die Möglichkeit, Arbeitsplätze zu retten, erschwert und sogar unmöglich wird. Aus diesem Grund wurde die Initiative der Justizministerin bekämpft und schließlich vom Tisch genommen. Die Frage bleibt allerdings, warum gerade das Fiskusprivileg als Maßnahme, mehr Geld dem Staat zu bringen, gedacht wurde. Die wirtschaftliche Krise, die auf uns zugekommen ist, hat schon eine große Anzahl von Arbeitsplätzen gefährdet, so dass die neuen Maßnahmen, die Arbeitslosigkeit als Risiko miteinbeziehen, überhaupt nicht mehr in Frage kommen sollten.

Die amerikanische Zentralbank, auch als The Federal Reserve Bank oder kurz Fed bekannt, ist eins der wichtigsten Bankensysteme der Welt. Das Federal Reserve System ist teils privat, teils staatlich, da es aus dem so genannten Board of Governors, aus zwölf regionalen Fed Banken und mehreren Mitgliedsbanken und Institutionen, die eigentlich die Eigentümer des Federal Reserves sind, besteht und ein Direktorium, das von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten genannt wird, hat.

Das wichtigste Gremium des Fed ist das FOMC – Federal Open Market Committee – das die Geld- und Währungspolitik der Vereinigten Staaten betreibt. Die Entscheidungen des FOMC werden dabei vom Board of Governors praktisch umgesetzt – das Fed System funktioniert wie ein makelloser Mechanismus, der nicht nur die Wirtschaft der Vereinigten Staaten betreibt, sondern einen riesigen Einfluss auf die weltweite Ökonomie ausübt.

Eben wegen der großen wirtschaftlichen Macht des Fed Systems sind mittlerweile auch zahlreiche Verschwörungstheorien rund  um die amerikanische Zentralbank entstanden, die mehr oder weniger durch Fakten unterstützt werden können – Die Federal Reserve Bank sei das Werkzeug einer Weltverschwörung, die von einer Handvoll Großbankiers geführt werde und die die Weltökonomie bestimme und betreibe. Das Fed System wird dabei als Verursacher der 9/11 Attentate und der  Weltwirtschaftskrisen, die auf uns in dem letzten Jahrhundert zugekommen sind, verdächtigt. Die Krise wurde dabei mit Absicht verursacht, mit dem Ziel die Reserven des Fed zu bereichern.

Die Fed als Puppenspieler der Weltwirtschaft – eine Theorie, die der Welt in einer neuen und etwas dunkleren Perspektive zeigt.

Ein interessantes Urteil hat das Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt erlassen. Demnach darf eine Bank einen bereits vergebenen Kredit nicht kündigen, wenn der Kreditnehmer einen vor 2 Jahren geleisteten Offenbarungseid verschwiegen hat. Dasselbe gilt auch, wenn die Schufa Auskunft diese Informationen nicht enthalten hat.
Nach Aussage des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt ist es für den Kreditnehmer nicht verpflichtend, diese Angaben vor der Bank zu machen.
Im konkreten Fall hatte die Bank einen laufenden Kreditvertrag gekündigt, da sie davon ausging, von dem Kunden absichtlich getäuscht  worden zu sein.  Das Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt wertet die Kündigung allerdings als rechtswidrig. Der Kunde habe von sich aus nicht wissen können, welche Lösch-Kriterien von der Schufa angesetzt werden und dementsprechend sei es ihm nicht vorzuhalten, dass der diese der Bank nicht aus eigener Initiative mitgeteilt hat.
Das Urteil schafft nun eine Rechtssituation bei der Kreditvergabe, auf die die Banken sich voraussichtlich mit neuen Vorgaben bei der Kreditvergabe reagieren müssen. Die aktuelle Praxis der Kreditvergabe im Falle von vorher getätigten Offenbarungseiden des Kreditnehmers steht somit offensichtlich auf dem Prüfstand.
Schon länger wurden den Banken und der Schufa angetragen, für größere Transparenz im eigenen Bewertungssystem zu sorgen. Das aktuelle Urteil könnte einen Schritt in diese Richtung bedeuten.

Im Sommer des Jahres 2007, um genauer zu sein, am 9. August 2007, brach die große Rezession aus, die uns alle das Fürchten gelehrt hat. An diesem Tag, der den Anfang einer riesigen und lang anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise markierte, wurde der Überfluß an Geld merkwürdigerweise zu etwas netagivem – und in dem Moment, als überschäumendes Kapital, welches zu jeder Zeit günstige Kredite garantiert hatte, plötzlich nicht mehr erhältlich war, brach in den Volkswirtschaften die Hölle aus.

Diese Krise ist auf eine riesige, spekulative Kreditexpansion zurückzuführen. Logischerweise kann man in der Entwicklung der Situation das wachsen der Blase zurückverfolgen, sowie den unausweichbaren Moment, an dem die Blase platzte. Aber obwohl diese außer Kontrolle geratene Kreditexpansion sicher einer der Hauptgründe für die gewaltige Wirtschaftskrise war, die fast drei Jahre lang wütete, wäre es nicht die ganze Wahrheit zu behaupten, das die spekulative Kreditexpansion den einzigen Grund für die Krise darstellte. Ebenso falsch wäre es zu behaupten, man sollte eine Krise, die auf außer Kontrolle geratene Kredite zurückzuverfolgen ist, nicht mit noch mehr Krediten bekämpfen. Denn man sollte die Situation näher analysieren und erkennen, das Kredite nicht gleich Krediten sind. Es gibt viele Arten von Verschuldung – einige davon in der Tat unproduktiv und der Volkswirtschaft von geringem bis keinem Nutzen – aber auch andere Arten, die einer Wirtschaft unentbehrlich sind, wie etwa das Aufnehmen hoher Kredite von Unternehmen, die auf diese Weise Investitionen finanzieren.