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Griechenland ist zu dem Symbol der Probleme des Euros geworden. Allerdings ist Griechenland nicht das einzige Land mit Schwierigkeiten aus der EU. Portugal kommt gleich hinter Griechenland wenn es um Sorgen und Schulden geht. Die Schuldenkrise in Portugal wird akuter und dies macht die Situation in der Union umso komplizierter.

Vor kurzem hat die Ratingagentur Fitch das Rating für Portugal herabgestuft. Dies hat Reaktionen in den Finanzmärkten ausgelöst. Nun muss die Regierung in Portugal ein Sparprogramm einführen um die Bonität des Landes wieder aufzurüsten.

Die Ratingagentur Fitch hat bereits zwei EU Staaten als weniger Kreditwürdig eingestuft. Viel schlimmer ist, dass es auch noch andere Kandidaten gibt und dies wirkt sich sehr schlecht auf die Union und die Wirtschaft der EU Länder aus. Portugal hat riesige Schulden und kaum Möglichkeiten diese bei Zeiten zu begleichen. Deshalb hat die Ratingagentur Fitch entschlossen, dass Portugal Bonitätsprobleme hat.

Nun steht die Regierung in Portugal unter Druck aber das gleiche gilt für die restlichen Staaten die gemeinsam eine Lösung für die Probleme des Euroraumes finden müssen. Der portugiesische Staat muss sich nun dringend sanieren. Dafür soll in einer Woche ein Plan zusammengestellt werden.

Das Parlament soll in Kürze über einen Plan stimmen. Danach soll dieser an die Europäische Union weitergeleitet werden. Experten erklären, dass die Abstufung durch die Agentur Fitch, nur ein Symbol sei, da die Abstufung schon lange Zeit erwartet wurde. Die Märkte sollen sich zum größten Teil bereits angepasst haben.

Trotzdem reagierten die Märkte auf die Nachricht. Der Eurokurs ist nach unten gegangen und die Renditeaufschläge für Staatsanleihen aus Portugal sind gestiegen, um 4 Punkte. Nun haben sie 129 Punkte erreicht.

Der Finanzminister aus Portugal erklärte sich besorgt über die Lage. Er erwähnte auch, dass er hofft, dass die Märkte nicht mit den Anpassungen übertreiben werden, da diese Möglichkeit existiert. Nun soll es darum gehen, das Haushaltdefizit in den Griff zu bekommen und langsam zu verkleinern. Damit könnte sich Portugal von Griechenland abtrennen.

In 2009 erreichte Portugal ein Staatsdefizit von 9% . Nun geht es darum zu sparen.

Inzwischen suchen die Eurostaaten Lösungen für die Krise des Euros. Vor allem wenn auch andere Länder abgestuft werden, soll es große Probleme geben. Die Länder müssen ein Abkommen treffen um den Kurs in den Griff zu bekommen. Doch noch konnten sie sich nicht wirklich einig werden, denn bestimmte Staaten, müssten einen Großteil der Kosten tragen, obwohl sie weniger Schuld an der Situation haben.

Griechenland befindet sich weiterhin in einer schwierigen Situation. Die Staatsschulden können kaum refinanziert werden und deswegen leidet die gesamte Wirtschaft. Nun soll die EZB Griechenland helfen. Die Europäische Zentralbank soll weiterhin griechische Staatspapiere als Sicherheit für die Darlehen akzeptieren, auch bei einer geringeren Bonität als die der A Klasse. Die Regelung wurde bereits seit Oktober 2008 vorbereitet.

Die EZB kündigt an, dass die lockeren Regelungen für Darlehen weiterhin erhalten bleiben, um damit Griechenland zu unterstützen. Die Anforderungen wurden im Oktober 2008 gelockert um den Staaten in der Finanzkrise zu helfen. Nun sollen sie weiter in Kraft bleiben, falls sich die Staaten wieder Geld leihen wollen, von der Europäischen Zentralbank.

Der EZB-Präsident, Jean-Claude Trichet, war im Europäischen Parlament zu Gast und kündigte dies an. Die genauen technischen Details sind noch nicht entschieden, aber spätestens bei der Zinsentscheidung am 8. April sollen sie veröffentlicht werden.

In der Finanzkrise hat die EZB ihre Regelungen für Kredite gelockert und sich entschieden Sicherheiten für Darlehen zu akzeptieren, selbst wenn sie in die Bonitätsklasse BBB- fallen. Darauf wurde im Mai 2009 beschlossen diese Regelung bis 2010 bei zu behalten.

Nun wurde die Regeleung weiter verlängert und sie soll wenigstens bis Ende 2010 in Kraft bleiben. Ab dem Januar 2011 bereitet die EZB auch abgestufte Abschläge für Sicherheiten. Trichet erklärte: “damit wird sichergestellt, dass das Euro-System weiterhin angemessen geschützt wird”.

Die EZB bemüht sich den Euro stabil zu halten während die Länder der EU mit riesigen Defiziten kämpfen. Kaum ein Land der EU hat es geschafft die Anforderungen des EU Stabilitätspaktes zu erfüllen. Einige davon befinden sich aber in einer besonders schweren Lage. Griechenland ist das bekannteste Beispiel aber auch Länder wie Portugal, Spanien oder Irland haben große Probleme.

Deren Wirtschaften leiden stark unter der Krise und dies beeinflusst auch den Euro stark. Darunter leiden aber alle Länder. Wegen dem Euro können die Länder aber ihre Währung nicht entwerten um wieder auf die Beine zu kommen. Dies liegt daran, dass sie keine eigene Währung haben, da sie den Euro nutzen.

Experten erklären, dass der Euroraum noch kein optimales Währungsgebiet ist, da die Länder sehr verschiedene Wirtschaften haben. Dies bedeutet, dass wenn es der einen Wirtschaft gut geht, die andere leiden kann. Lösungen für die Probleme  können aber nicht gefunden werden, weil es keine gemeinsamen Ursachen sind. Auf lange Sicht wird aber erwartet, dass der Euro Raum stabiler wird und somit weniger Probleme schaffen wird.

Deutschland weigert sich Griechenland Hilfe anzubieten, aber nun fordert die EU ausdrücklich, dass die Mitgliedstaaten Griechenland helfen. Der Chef der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, hat gesagt, dass die EU nicht mehr weiter gehen kann, wenn die Mitgliedstaaten Griechenland nicht helfen. Damit soll das System in der EU komplett geändert werden, selbst wenn erst mit kleinen Schritten.

Der Gipfel der Regierungschefs in Brüssel wird in einer Woche stattfinden. In diesem Moment fordert der Kommissionspräsident Manuel Barroso die Mitgliedstaaten auf, für Griechenland einzuspringen. Ein neues Hilfssystem soll erarbeitet werden. Zum Beispiel sollen laut Barroso bilaterale Hilfskredite zur Verfügung gestellt werden.

“Die Kommission ist bereit, ein Instrument zur koordinierten Unterstützung von Griechenland vorzuschlagen. Dieses Instrument besteht aus einem System koordinierter bilateraler Kredite”, erklärte Barosso. Er fügte hinzu, dass dieses System mit der Bail Out Klausel nicht im Konflikt steht und dass das System sehr strikt sein wird.

Barroso hat dabei die Mitgliedstaaten aufgefordert das neue System schnell zu ratifizieren, da es nicht in den EU Verträgen verhandelt wurde. Man soll nicht warten, sagt der Kommissionspräsident, denn man kann nicht mehr so weiter machen.

Barroso versuchte auch die zu beruhigen die fürchten, dass das System sofort genutzt wird um die größeren Staaten zu „melken“. Es soll nicht direkt Geld an Griechenland gegeben werden, sagte Barroso.

In Deutschland ist die Regierung komplett gegen Finanzhilfen an Griechenland oder andere Staaten. Kritiker sind der Meinung, dass ein solcher Eingriff gefährlich ist und dass dadurch die Spielregeln der EU durcheinander gebracht werden. Es besteht die Möglichkeit, dass eine Welle von Finanzhilfen in Gang gesetzt wird, die nicht mehr aufzuhalten wäre- Für Staaten wie Deutschland wäre das besonders schlecht.

Inzwischen droht die Regierung Griechenlands damit, dass die Staatskassen leer sind und dass man nicht mehr in der Lage ist Kredit zu nehmen. Die riesigen Zinsen könnten laut der griechischen Regierung zu einer Rezession führen die mehrere Jahrzehnte dauern würde. Trotzdem hat die griechische Regierung noch nicht offiziell um Hilfe geboten.

Die EU Kommission will aber ein System schaffen, mit dem Staaten geholfen werden soll, die in Situationen wie Griechenland geraten. Das Problem ist aber, dass auch andere Staaten der EU kurz vor so einer Situation sind. Beispiele sind Spanien, Portugal, Litauen oder Irland. Allgemein haben die EU Staaten riesige Defizite und können damit kaum noch klar kommen. Kritiker sind aber trotzdem der Meinung, dass das System das vorgeschlagen wurde mehr Probleme verursacht, als es löst.

Die Deutsche Regierung und Frankreich haben festgestellt, dass die Krise in Griechenland mit einem Missbrauch von Finanzinstrumenten wie Leerverkäufe und Kreditausfallversicherungen zusammenhängt. Die zwei Regierungen wollen nun gegen diese Instrumente vorgehen, sie wenigstens eindämmen. Selbst wenn Europa dagegen ist, wollen Frankreich und Deutschland sich durchsetzten und es im Notfall auch im Alleingang durchziehen.

Die Krise in Griechenland wurde zwar nicht durch den spekulativen Handel mit diesen Finanzinstrumenten direkt verursacht, aber viele Experten sind sich einig, dass sie die Krise verschärft haben, was auch schlecht genug ist. Ungedeckte Leerverkäufe von Aktien und Kreditausfallversicherungen haben die Lage in dem Land verschlimmert und damit auch den Euro beschädigt. Viele Griechische Banken sind davon betroffen.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Deutschland und Frankreich gegen diese Spekulationsgeschäfte vorgehen wollen. Der Handel mit diesen Finanzinstrumenten soll eingedämmt werden. Es ist noch nicht klar ob die zwei Staaten planen den Handel mit einigen Arten von Wertpapieren zu verbieten oder nur zu reduzieren.

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben einen Brief an EU Kommissionschef Jose Manuel Barroso geschrieben, in dem sie die Kommission auffordern etwas gegen den Handel mit diesen gefährlichen Finanzinstrumenten zu unternehmen.

Jean Claude Juncker ist auch einer der Verfasser des Briefes und Teil der Initiative. Er ist der Vorsitzende der Euro Gruppe. Dazu hat auch der Ministerpräsident Georgios Papandreou aus Griechenland den Brief unterschrieben. Es soll eine Richtlinie geben, die den Handel mit ungedeckten Leerverkäufen von Aktien verbietet. Der Handel mit den Kreditausfallversicherungen soll ebenso wie Finanzgeschäfte ohne Einschaltung der Börse reduziert werden.

Ab Ende des Monats gibt es in Deutschland bereits Maßnahmen gegen diese Finanzinstrumente: ab April müssen die Leerverkäufe gemeldet werden. Die Marktteilnehmer müssen das BaFin darüber informieren wenn Netto Leerverkaufspostionen ab 0,2 % vorgenommen werden. Ab 0,5 % müssen die Aktionen veröffentlicht werden. Falls es die Behörde dann für nötig hält, kann sie dann gegen diese Leerverkäufe eingreifen.

Bei Leerverkäufen werden Aktien verkauft, die die Bank nicht besitzt. Damit wird der Kurs der Aktie beeinflusst und die Bank kann die Wertpapiere dann günstig kaufen.

Sarkozy und Merkel sollen gegeben falls auch allein gegen diese Spekulationen vorgehen, falls die Kommission nichts unternimmt. Kritiker sind allerdings skeptisch, dass es so einfach passieren wird. Allerdings sind mehrere Länder an solchen Maßnahmen interessiert, selbst wenn die Finanzlobby sehr stark ist.

Damit wird es ein spannender Kampf werden.

Die Finanzkrise war ein Schock für alle – selbst wenn für einige mehr und für andere weniger. Die Verbraucher wurden aber sehr stark getroffen, vor allem die, die Konten bei den meist betroffenen Banken hatten. Aber kaum eine Bank ist wirklich unversehrt davongekommen. Dies hat die Kunden natürlich misstrauisch gemacht, aber das Verhalten der Banken während der Finanzkrise hat auch viele der Bundesbürger unzufrieden gestimmt.

Eine Studie zeigt, dass das Verhalten der deutschen Banken in der Finanzkrise bei den Deutschen einen Vertrauensverlust produziert hat. Laut der Studie ist fast die Hälfte der Deutschen der Meinung, dass sie kein Vertrauen mehr in Kredit Institute haben und dazu sind auch fast der Hälfte der Deutschen über ihren Bankberater nicht mehr zufrieden. Mit anderen Worten trauen sie diesem auch nicht mehr.

Die Studie wurde von dem Marktforschungsinstitut GfK durchgeführt und wurde von der Agentur diffferent in Aufrag gegeben. Etwa 43,1 Prozent der Befragten sagen, dass sie den Banken nicht mehr vertrauen und etwa 41,6 Prozent trauen ihrem eigenen Bankberater nicht mehr. Bei der Umfrage wurde klar, dass vor allem die älteren Bundesbürger ihr Vertrauen in das Bankensystem verloren haben. Im Bereich der 51 bis 65 jährigen sagten 60 Prozent, dass sie den Banken nicht mehr vertrauen. Die jüngeren Verbraucher, die zwischen 18 und 34 Jahre alt sind, waren weniger skeptisch: nur 34,7 Prozent erklärten, dass sie dank der Krise den Banken nicht mehr trauen können.

Dies zeigt, dass nicht nur die Krise ein wichtiger Faktor in Vertrauen der Kunden ist, sondern auch deren Einstellung und Alter. Es wurde erklärt, dass die älteren Bundesbürger eher Nachrichten verfolgen und weniger naiv sind, als die jüngeren.

Für die Studie würde ein eigenes System genutzt um festzustellen welche der Banken, wegen der Krise und das Verhalten in der Krise, besonders an Image bei den Deutschen verloren haben. Privatbanken, wie die Commerzbank, Targobank, Deutsche Bank und HypoVereinsbank haben sehr schlecht abgeschnitten. Diese Banken erreichten Werte zwischen 20 und 34, während der Höchstwert bei 100 Punkten lag.

Im Vergleich dazu konnten die Sparkassen, zum Beispiel Volks und Raiffeisenbank, eine bessere Punktzahl erreichen, zwischen 40 und 50 Punkten. Die Direktbanken, wie Ing und DKB konnten auch zwischen 35 und 45 Punkte erreichen. Keine Bank konnte aber eine Punktzahl über 70 erreichen, was zeigt, dass die Finanzkrise bei allen Banken einen Imageverlust dargestellt hat. Dies konnten die Banken auch daran merken, dass die Kundenzahlen sinken und dass die Kunden weniger zufrieden sind.