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Damit ein Kunde sein Geld ausgibt braucht er eine Motivation sonst behält er es nämlich lieber. Der emotionale Faktor beim Kauf ist enorm, ganz egal, ob es sich um notwendige Anschaffungen oder um reines Vergnügen handelt.

Kein Mensch geht in ein Restaurant, in dem das Essen und die Atmosphäre schlechter ist, als bei ihm zuhause. Hier ist das Bespiel besonders deutlich, weil jeder von uns schon essen war und selber beobachten kann, wann und wo er gerne sein Geld hinträgt. Machen Sie sich mal die Mühe herauszufinden, was das Restaurant unterscheidet. Man kann auf diese Art sehr viel für den eigenen Betrieb lernen, auch wenn Sie aus einer ganz anderen Branche bekommen.

Das Normale ist der Tod jedes Unternehmens, besonders in Krisenzeiten, wo sich der Kunde dreimal überlegt, ob er sein Geld ausgibt. Bekommt er dagegen etwas Besonderes geboten, dann wird er auch in Zeiten der Krise den emotionalen Vorteil höher bewerten, als den finanziellen Nachteil. In schweren Zeiten brauchen wir alle Zerstreuung, Ablenkung und Unterhaltung – we like to entertain you – ein sinnvoller Slogan, den sich innerlich so mancher Unternehmer hinter die Ohren schreiben sollte.

Wer denkt, dass er viele Autoersatzteile verkauft, obwohl er seine Kunden gelangweilt bedient, der täuscht sich. Der Preis ist nicht alles, solange man die Konkurrenz nicht um 50% unterbieten kann, aber wer kann das schon?

Wer ein Unternehmen gründet oder führt, der sollte sich immer mit viel Fantasie überlegen, was er Besonderes bieten kann. Oft sind es Kleinigkeiten. Nicht immer was man macht, sondern sehr oft auch wie man es macht, ist entscheidend. Ich habe schon oft beim Friseur gewartet und Zeitung gelesen. Anstatt mir aber den Kaffee, den Prosecco oder das Wasser anzubieten, wenn ich auch Zeit dafür hätte, bekomme ich das Getränk bei manchen Friseuren erst angeboten, wenn ich schon auf dem „Behandlungsstuhl“ sitze. In meinen Augen eine Verschwendung, denn nach dem Haarewaschen ist der Kaffe kalt und der Prosecco warm. Hat ihr Friseur nicht auch schon mal den Haarschnitt abgebrochen, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, einen Schluck vom Kaffee zu nehmen? Warum hat er daran nicht vorher gedacht? In meinen Augen eine Gedankenlosigkeit, die auf engen Märkten bereits über Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann.

So gibt es viele Beispiele dafür, dass Unternehmen sich nicht in ihre Kunden hineinversetzen können. Manchmal sieht man es bereits bei der Werbung, wenn Eigenschaften eines Unternehmens angepriesen werden, die für den Kunden völlig belanglos sind. Oder erscheint es Ihnen wichtig, dass die Edeka-Mitarbeiter gute Wahrenkenntnisse haben und 286g Wurst abwiegen können? Warenkunde ist eine Selbstverständlichkeit und nicht Besonderes, ganz egal, ob es der Realität entspricht oder nicht. Etwas Besonderes dagegen wäre es, wenn man am Eingang des Marktes seinen Einkaufszettel abgeben könnte und bei einer Tasse Kaffee zusieht, wie ein Schüler sich 2.- Trinkgeld damit verdient, dass er Ihren Einkauf erledigt. Leider sind die Deutschen dazu nicht in der Lage, der Kunde ist nur in den wenigstens Geschäften König. Erstaunlich, dass sich das so wenige Unternehmen zu Nutze machen.

Für den Großteil der selbständigen Unternehmer gilt diese Devise. Nicht nur, dass man es sich nach Jahren der Selbständigkeit nicht mehr vorstellen kann, als „Lohnsklave“ zu arbeiten, man wird schlicht nicht mehr eingestellt. Wer in seinem Leben bereits als Unternehmer tätig war, der lässt sich in der Regel kaum noch erfolgreich in ein Angestelltenverhältnis eingliedern. Ausnahmen bestätigen nur die Regel. Das wissen natürlich auch die Personalchefs und wünschen Ihnen auf Ihre Bewerbung nur alles Gute für den weiteren beruflichen Werdegang.

Wer sich mit dem Gedanken einer Existenzgründung beschäftigt, der sollte auch das berücksichtigen. Es ist in der Regel ein Weg ohne Umkehr. Mit entsprechendem Einsatz muss man dann auch die Existenzgründung betreiben, denn ein Scheitern ist nicht vorgesehen. Und wer doch scheitert, der muss wieder aufstehen und vorn vorne anfangen, so wie es die meisten Unternehmer machen. Eine Pleite kann auch lehrreich und reinigend wirken. Die meisten erfolgreichen Unternehmer haben am Beginn ihrer Laufbahn irgendwann mal einen Betrieb in den Sand gesetzt. Erst wenn man weiß, wie das geht, kann man beim zweiten Anlauf die Anfängerfehler vermeiden.

Die meisten Firmengründer werden wohl behaupten, dass man zum Unternehmer geboren sein muss. Die notwendige Leidenschaft, Risikobereitschaft und Leidensfähigkeit kann man nicht erlernen. Entweder man hat sie oder man hat sie nicht.

Was bedeutet diese Erkenntnis für einen möglichen Existenzgründer? Er muss sich fragen, ob er diese und noch viel mehr Eigenschaften besitzt, um eine Existenzgründung erfolgreich durchführen zu können. Er muss wissen, dass er mit der Firmengründung sein bisheriges Leben aufgibt und anfängt, ein anderer Mensch zu sein und ein anderes Leben zu führen. Und er muss bereit sein, diese way of no return zu betreten. Zweifeln Sie an Ihrem Erfolg? Dann bleiben Sie lieber zuhause.

Ein amerikanischer Milliardär, der sich ohne jedes Geld und ohne jede Unterstützung hochgearbeitet hatte, wurde einmal gefragt, was einen erfolgreichen von einem erfolglosen Menschen unterscheidet. Seine Antwort war so simple wie richtig. Die erfolgreichen Menschen machen andere Dinge, als die erfolglosen Menschen.

Im Wort steckt es ja schon drin; der Unternehmer unternimmt etwas. Er sitzt nicht zuhause oder im Büro rum und wartet, bis die 8 Stunden Arbeitszeit vorbei sind, sondern er will etwas bewegen. Er will verändert, er will auch wichtig sein, er will Spuren hinterlassen. Einen großen Teil der Firmeninhaber geht es nicht darum, mehr Geld zu verdienen. Sie schauen sogar immer wieder mit Neid auf ihre gut abgesicherten Kollegen, die jeden Monat pünktlich zum 1. das Gehalt auf dem Konto haben. Aber diese Momente dauern nicht lange, denn mit Grausen denkt er daran, wie langweilig so ein Leben für ihn wäre.

Gehören Sie zu dieser Art von Menschen? Dann gründen Sie ein Unternehmen!

Wenn man sich als Existenzgründer auf macht, um seine Idee in bares Geld umzusetzen, dann darf eines nicht fehlen: ein genauer Finanzplan.

Ein guter Finanzplan muss die erwarteten Umsätze und Kosten für mindestens ein Jahr enthalten. Er stellt dar, wie sich der Existenzgründer die Geschäftsentwicklung vorstellt, mit welchen Kosten dieser rechnet und auch, wie sich die Liquidität des Unternehmens entwickeln wird.

Zu Beginn scheint es unmöglich, einen solchen Plan zu erstellen, denn woher soll man wissen, wie sich das Geschäft entwickelt. Vielleicht kann man noch die Fixkosten voraussehen, aber dann ist auch schon Schluss. Wenn man selber nicht in der Lage ist realistische Zahlen zu ermitteln, dann kann ein Finanzexperte Rat geben, der sich auf Existenzgründungen spezialisiert hat. Für fast alle Bereiche gibt es entsprechende Erfahrungswerte, die auf ihre Situation übertragen werden. Wichtig ist auch zu überprüfen, ob bei den Kosten wichtige Elemente vergessen wurden.

Wozu einen Finanzplan?

Jeder Existenzgründer muss sich fragen, ob seine Idee überhaupt eine Chance auf dem Markt hat. Wenn ich feststelle, dass ich als Würstchenverkäufer in jeder Minute 15 Würste verkaufen muss, um Löhne, Mieten und Abschreibungen zu finanzieren, dann höre ich am besten schon auf, bevor ich angefangen habe.

Ein Finanzplan dient auch zur Zielsetzung, er ist in der Anfangszeit eine gute Möglichkeit der Orientierung, ob sich die Entwicklung des Geschäftes so gestaltet, dass es auch längerfristig Erfolg haben kann. Wer einfach nur so in den Tag hinein wirtschaftet, der hat schnell die Lust, wenigstens aber den Überblick verloren. Erfolgskontrolle ist ein wichtiges Element des Firmenmanagements. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Betrieb nur aus einem Mann besteht, der auf Hochzeiten das Akkordeon spielt oder ob es eine Aktiengesellschaft mit Niederlassungen in aller Welt ist.

Der Modehersteller Benetton hat neben einer guten Geschäftsidee auch immer eine genaue Umsatzkontrolle und eine exakte Finanzpolitik gehabt, sonst wären sie niemals so groß geworden. Klein angefangen und später ganz groß geworden, wurden manche Geschäftsprinzipien nie aufgegeben. Selbst als die Firma bereits Filialen in aller Welt hatte: Jeden Abend wurden die Einnahmen notiert, Ziele überprüft und eventuelle Maßnahmen besprochen. So hatten die Inhaber jederzeit einen genauen Überblick über ihre finanziellen Verhältnisse und konnten entsprechend reagieren.

In Deutschland aber auch im Ausland gibt es eine große Anzahl von Wettbewerben für Existenzgründer, bei denen junge Unternehmer ihre Ideen präsentieren können und die Möglichkeit haben, Sach- und Geldpreise zu gewinnen. Natürlich findet man auf diesen Wettbewerben auch immer die Gelegenheit mit Menschen in Kontakt zu kommen, die einem bei der Finanzierung und Umsetzung seiner Ideen helfen können. Viele Jungunternehmer haben hier ihren Mentor getroffen, die kostenlos seine Erfahrung in den start-up hat einfließen lassen. Viele erfolgreiche Geschäftsleute sind begeistert, wenn sie sehen, wie sich junge Menschen auf die gleiche Reise begeben, die sie selber vielleicht schon vor vielen Jahren erfolgreich zu Ende gebracht haben. Es heißt ja nicht umsonst so schön, dass Mut belohnt wird. Ein Teil dieses Lohns kann die Anerkennung der eigenen Leistung durch Fachleute sein, die einen vielleicht sogar fortan auf der Reise durch Dick und Dünn beratend zur Seite stehen. Wer auf solchen Wettbewerben einen starken Partner findet, dem ist oftmals mehr geholfen, als wenn er einen Förderpreis gewinnt.

Aber natürlich sind das erste Ziel die Förderpreise, die oftmals die notwendige Grundlage und das notwendige Anfangskapital bilden, das zur Umsetzung des start-ups benötigt wird.

Für innovative Ideen sind diese Wettbewerbe eine exzellente Möglichkeit sich selber zu überprüfen. Für die Teilnahme ist man gezwungen seine Idee so zu präsentieren, dass andere Menschen davon überzeugt werden können. Für einen späteren Markteinstieg ist dies also eine Art Feuertaufe, die einem zeigen kann, ob man auf dem richtigen Weg ist. Die für die Teilnahme an einem Wettbewerb zu leistende Arbeit ist nie umsonst, sondern wird immer wieder eingesetzt werden können. Ob es sich um die Beantragung eines Förderkredites handelt oder um Marketingmaßnahmen, eine professionelle Selbstdarstellung ist immer notwendig, um Erfolg zu haben.

Passende Wettbewerbe findet man an Universitäten, bei Geldinstituten, bei den Industrie- und Handelskammern und bei verschiedensten Wirtschaftseinrichtungen, die sich mit der Förderung von Innovationen beschäftigen.

Für eine erfolgreiche Teilnahme und eine überzeugende Präsentation einer Idee werden zwei Dinge unbedingt benötigt. Ein nachvollziehbarer und realistischer Businessplan und ein funktionierende Prototyp. Wer branchenbedingt nicht in der Lage ist etwas vorzuführen, das man „anfassen“ kann, dem bleibt der Weg über eine verständliche Präsentation am Computer oder Projektor. Natürlich muss für die Teilnahme am Existenzgründerwettbewerb schon sichergestellt sein, dass die Idee zumindest technisch funktioniert. Ohne diesen Nachweis wird man höchsten auf Erfinderbörsen anklang finden oder man muss sich um Forschungsgelder bemühen, um später einmal mit seiner marktfähigen Idee zurückzukehren.