Ein weiterer weißer Punkt auf der deutschen Länderspielkarte wurde am vergangenen Dienstag getilgt. Das Spiel Kasachstan gegen Deutschland brachte die Elf von Joachim Löw in das fast 5000 Kilometer entfernte Astana und damit soweit weg, wie in keinem Qualifikationsspiel jemals zuvor und das in über hundert Jahren Länderspielgeschichte.

Von der ungewöhnlich langen Anreise abgesehen, sorgte auch der Zeitunterschied für ein kleines Kuriosum, da man im Kreise der Nationalmannschaft ganz einfach weiterhin nach deutscher Zeit verfuhr und die kasachische Nacht einfach zum Tag erklärte. So kam es dazu, dass ein deutsches Länderspiel an zwei Tagen gespielt wurde, Anpfiff um dreiundzwanzig Uhr Ortszeit, Abpfiff um kurz vor eins des folgenden Tages.

Betrachtet man das Spiel im Nachhinein, kann man als verwöhnter Zuschauer und Fan der Nationalmannschaft der Meinung sein, dass diese doch sehr ungewöhnliche Umstände um dieses Spiel herum, ihre Spuren hinterlassen haben. So spielten sich die deutschen Nationalspieler zwar eine Reihe von guten Chancen heraus, aber ein Tor wollte trotz bester Möglichkeiten durch Podolski, Klose und Khedira nicht fallen. Zusätzlich kamen noch leichte Unsicherheiten in der deutschen Hintermannschaft hinzu, die glücklicherweise, aufgrund der doch eher als schwach zu bezeichnenden Offensive der Kasachen, zu keinem Rückstand führten. So ging es mit einem Null zu Null in die Halbzeitpause.

Nach der Pause wurden jedoch zum Glück schnell alle Unkenrufe, es könnte hier etwas schiefgehen, durch das Tor von Klose zum eins zu Null verstummt. Der letztlich, auch in der Höhe, verdiente Sieg von drei zu Null, wurde durch Tore von Gomez und Podolski auf diese Höhe getrieben.

Letztlich war es ein erfolgreiches Abenteuer, durch das die deutsche Elf die weiße Weste behält und mit überzeugenden zwölf Punkten aus vier Spielen in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 gestartet ist. Das neue Jahr mit weiteren Aufgaben kann damit kommen und es muss keinem Bange sein, dass hier etwas schiefgehen könnte.