Ein interessantes Urteil hat das Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt erlassen. Demnach darf eine Bank einen bereits vergebenen Kredit nicht kündigen, wenn der Kreditnehmer einen vor 2 Jahren geleisteten Offenbarungseid verschwiegen hat. Dasselbe gilt auch, wenn die Schufa Auskunft diese Informationen nicht enthalten hat.
Nach Aussage des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt ist es für den Kreditnehmer nicht verpflichtend, diese Angaben vor der Bank zu machen.
Im konkreten Fall hatte die Bank einen laufenden Kreditvertrag gekündigt, da sie davon ausging, von dem Kunden absichtlich getäuscht  worden zu sein.  Das Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt wertet die Kündigung allerdings als rechtswidrig. Der Kunde habe von sich aus nicht wissen können, welche Lösch-Kriterien von der Schufa angesetzt werden und dementsprechend sei es ihm nicht vorzuhalten, dass der diese der Bank nicht aus eigener Initiative mitgeteilt hat.
Das Urteil schafft nun eine Rechtssituation bei der Kreditvergabe, auf die die Banken sich voraussichtlich mit neuen Vorgaben bei der Kreditvergabe reagieren müssen. Die aktuelle Praxis der Kreditvergabe im Falle von vorher getätigten Offenbarungseiden des Kreditnehmers steht somit offensichtlich auf dem Prüfstand.
Schon länger wurden den Banken und der Schufa angetragen, für größere Transparenz im eigenen Bewertungssystem zu sorgen. Das aktuelle Urteil könnte einen Schritt in diese Richtung bedeuten.