Im Sommer des Jahres 2007, um genauer zu sein, am 9. August 2007, brach die große Rezession aus, die uns alle das Fürchten gelehrt hat. An diesem Tag, der den Anfang einer riesigen und lang anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise markierte, wurde der Überfluß an Geld merkwürdigerweise zu etwas netagivem – und in dem Moment, als überschäumendes Kapital, welches zu jeder Zeit günstige Kredite garantiert hatte, plötzlich nicht mehr erhältlich war, brach in den Volkswirtschaften die Hölle aus.

Diese Krise ist auf eine riesige, spekulative Kreditexpansion zurückzuführen. Logischerweise kann man in der Entwicklung der Situation das wachsen der Blase zurückverfolgen, sowie den unausweichbaren Moment, an dem die Blase platzte. Aber obwohl diese außer Kontrolle geratene Kreditexpansion sicher einer der Hauptgründe für die gewaltige Wirtschaftskrise war, die fast drei Jahre lang wütete, wäre es nicht die ganze Wahrheit zu behaupten, das die spekulative Kreditexpansion den einzigen Grund für die Krise darstellte. Ebenso falsch wäre es zu behaupten, man sollte eine Krise, die auf außer Kontrolle geratene Kredite zurückzuverfolgen ist, nicht mit noch mehr Krediten bekämpfen. Denn man sollte die Situation näher analysieren und erkennen, das Kredite nicht gleich Krediten sind. Es gibt viele Arten von Verschuldung – einige davon in der Tat unproduktiv und der Volkswirtschaft von geringem bis keinem Nutzen – aber auch andere Arten, die einer Wirtschaft unentbehrlich sind, wie etwa das Aufnehmen hoher Kredite von Unternehmen, die auf diese Weise Investitionen finanzieren.