Der jahrzehntelange Immobilien- und Bauboom fand in Spanien seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise ein jähes Ende. Spanien leidet schwer unter der Krise: Es wird unter der höchsten Arbeitslosenquote in der Euro Zone gelitten und zusätzlich machen Banken darauf aufmerksam, das die Versorgung mit Kredit ins Stocken kommen konnten, da es generell an Liquiditäten fehlt. Ein zusätzliches Problem sind faule Kredite, unter denen spanische Insitute besonders leiden, da viele traditionellerweise stark im Hypothekengeschäft vertreten sind. Unter der Bezeichnung „fauler Kredit“ versteht man einen solchen Kredit, der vom Kreditnehmer nicht mehr zurückgezahlt werden kann.

Zahlungsausfall belastet spanische Banken besonders. Das Geldhaus Banesto erlitt ein Minus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – der Gewinn ist auf 381,7 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine steigende Anzahl fauler Kredite zurückzuführen, denn scheinbar sind die Provisionen der spanischen Bank zwar gestiegen, aber faule Kredite fraßen die Gewinne auf. Die Quote der Zahlungsausfälle ist auf 3,48 Prozent gestiegen und Experten schätzen, das die faulen Kredite ihr Maximum erst im nchsten Jahr erreichen werden.

Die spanische Regierung nimmt drastische Maßnahmen auf allen Fronten, um einen Absturz des Immobilienmarktes zu verhindern und es wurden extreme Gesetze verabschiedet, die unter anderem das Ende der Sparkassen wie man sie bisher kannte, bedeuten könnten. Diese Gesetze regeln, inwiefern politisch engagierte Menschen Führungsremien spanischer Sparkassen besetzen können.