Die Schufa ist eine Auskunftei, die über die Kreditwürdigkeit, also über die Bonität von Kreditnehmern Auskunft gibt. Bisher waren nur Schufa-Auskünfte über Privatpersonen erhältlich, aber demnächst steigt Schufa in ein neues Geschäftsfeld ein und wird auch Auskünfte über Unternehmen bieten. Die Auskünfte, die Schufa Kreditgebern bietet (wie zum Beispiel Banken, Autohäusern oder Einzelhändlern) per elektronischer Anfrage so schnell eine Auskunft, das dieser Prozess nur unwesentlich die Interaktion zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber verlangsamt: Die Auskunft ist meistens so schnell erhältlich, das der Kunde trotzdem sofort seinen Kredit bekommt.

Aber waren solce Informationen bisher nur über Privatpersonen erhältlich, will die Schufa dieses Model jetzt auch auf gewerbetreibende und juristische Personen übertragen und auch Unternehmen in ihre Datenbanken aufnehmen. Daran wird bereits seit dem Jahr 2004 gearbeitet, also es war schon lange vor der Finanzkrise geplant. Da die meisten deutschen Unternehmen Kleinunternehmen sind, deren Bonität inhaberbestimmt ist, konnte die Schufa auch auf ihren bisherigen Daten aufbauen, denn das bedeutet soviel wie, das die Bonität des Unternehmens von der Bonität des Inhabers bestimmt ist. Tilo Walter, der Leiter für Business Development der Schufa Business Line, ist davon überzeugt, das es für dieses neue Produkt eine mehr als ausreichende Anfrage geben wird, denn gerade Kunden wie Kleinunternehmen waren bisher für die Banken besonders schwierig. Die Schufa will andere Auskunfteien in diesem Feld vor allem preislich unterbieten, so wie mit ihrer Kompaktauskunft, die 9,50 Euro kosten soll – hierbei hat man sich bei der Preisfetsetzung danach orientiert, unter den Kosten für zehn Minuten Arbeitszeit eines Bankmitarbeiters zu bleiben.