Der Anfang des Jahres hat für deutsche Handwerker im Vergleich zum Vorjahr einen deutlich geringeren Umsatz bedeutet. Eis und Schnee bremsten im ersten Quartal generell Bauarbeiten und das Bauhauptgewerbe mußte bei der Bilanz ein Minus von fast 13 Prozent einstecken. Insgesamt erlitten deutsche Handwerker um 6,7 Prozent geringere Einnahmen als im Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Es herrscht jedoch nach wie vor weitgehend hohe Zuversicht, das der schlechte Start ins Jahr ohne allzu große Probleme wieder wettgemacht werden kann.

Selbst der um 13 Prozent niedrigere Umsatz für das Bauhauptgewerbe und das Umsatzminus von 15 Prozent des KfZ Gewerbes, welches vor allem unter den Nachwehen der abgelaufenen Abwrackenprämie zu leiden hatte, ändern nichts am Optimismus des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, wo man nach wie vor erwartet, für den schwachen Start ins Jahr 2010 aufzuholen und auch keine weiteren Jobs zu kündigen. Für deutsche Handwerker bedeutete das Krisenjahr 2009 einen um 4,9 Prozent niedrigeren Umsatz bedeutet, sowie einen Verlust von 57.000 Arbeitsplätzen doch für das Jahr 2010 erwartet man immer noch keine weiteren gestrichenen Arbeitsplätze sowie ein Umsatzminus von nur einem Prozent – und das trotz des deutlich schwächeren Startes als im Vorjahr.

Es wird sich herausstellen, ob die optimistischen Einschätzung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks stimmen. Unmöglich ist es sicher nicht – denn das Krisenjahr 2009 hat ja unter anderem auch bewiesen, das trotz einer Rezession mehr Kredite aufgenommen werden können. Das Krisenjahr hat den deutschen Durchschnittsverbraucher nicht daran gehindert, sich erhöht zu verschulden, inklusive Krediten von unter einhundert Euro für den Kauf von Fernseher und ähnlichem Gerät.