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Browsing Posts published in June, 2010

Die niedrige Kreditvergabe in Deutschland hält immer noch an und dennoch gibt es bei einigen Banken bereits wieder verlockende Angebote für Kredite. Den heutigen Druck auf die Margen des Kreditgeschäftes könnte man schon fast als unbegreiflich beschreiben, wenn man die Beingungen des Umfeldes mit einbezieht – eine sehr überraschende Entwicklung, wenn man bedenkt welch knappes Gut der Bankkredit immernoch ist. Die unsichere Situation an den Finanzmärkten und geplante verschärfte Regeln bezüglich des Eigenkapitals erhöhen die Wahrscheinlichkeit, das Banken ihre Konditionen für Kredite anpassen und nicht mehr so freizügig handeln werden – oder so hätte man es erwartet.

Man hätte auch erwartet, das Firmen zukünftig tiefer in die Tasche greifen müßten, für einen Kredit, aber soweit es scheint genießen deutsche Unternehmen sehr gute Bedingungen, im internationalen Vergleich. Es ist zwar kein Boom in der Anfrage nach Kredit zu erwarten, jedoch gen Ende des Jahres wird die Anfrage sicher etwas ansteigen, soweit es zu einer Belebung der Wirtschaft kommen wird. Zwar ist die Krise noch nicht vorbei, aber überraschenderweise nahmen deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher trotz der Krise mehr Kredit auf, als davor. Es ist erfreulich, das Unternehmen trotz der ungünstigen Situation viel daran gehängt haben, Liquiditätsengpässe zu vermeiden, jedoch ist es jetzt sehr wichtig, das Unternehmen die von ihnen gewünschten Wachstumsfinanzierungen erhalten, wenn sich eine güünstige Gelegenheit bietet. Glücklicherweise sind auch die Banken bereit, selbst Hand anzulegen und bei der Sanierung deutscher Unternehmen mitzuwirken – und sei es auch nur, um die Bilanz nicht zu belasten.

Der Anfang des Jahres hat für deutsche Handwerker im Vergleich zum Vorjahr einen deutlich geringeren Umsatz bedeutet. Eis und Schnee bremsten im ersten Quartal generell Bauarbeiten und das Bauhauptgewerbe mußte bei der Bilanz ein Minus von fast 13 Prozent einstecken. Insgesamt erlitten deutsche Handwerker um 6,7 Prozent geringere Einnahmen als im Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Es herrscht jedoch nach wie vor weitgehend hohe Zuversicht, das der schlechte Start ins Jahr ohne allzu große Probleme wieder wettgemacht werden kann.

Selbst der um 13 Prozent niedrigere Umsatz für das Bauhauptgewerbe und das Umsatzminus von 15 Prozent des KfZ Gewerbes, welches vor allem unter den Nachwehen der abgelaufenen Abwrackenprämie zu leiden hatte, ändern nichts am Optimismus des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, wo man nach wie vor erwartet, für den schwachen Start ins Jahr 2010 aufzuholen und auch keine weiteren Jobs zu kündigen. Für deutsche Handwerker bedeutete das Krisenjahr 2009 einen um 4,9 Prozent niedrigeren Umsatz bedeutet, sowie einen Verlust von 57.000 Arbeitsplätzen doch für das Jahr 2010 erwartet man immer noch keine weiteren gestrichenen Arbeitsplätze sowie ein Umsatzminus von nur einem Prozent – und das trotz des deutlich schwächeren Startes als im Vorjahr.

Es wird sich herausstellen, ob die optimistischen Einschätzung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks stimmen. Unmöglich ist es sicher nicht – denn das Krisenjahr 2009 hat ja unter anderem auch bewiesen, das trotz einer Rezession mehr Kredite aufgenommen werden können. Das Krisenjahr hat den deutschen Durchschnittsverbraucher nicht daran gehindert, sich erhöht zu verschulden, inklusive Krediten von unter einhundert Euro für den Kauf von Fernseher und ähnlichem Gerät.

Allen Anzeichen nach wird Deutschland nach und nach von einer Statuspanik der Mittelschicht ergriffen, denn Wirtschaftsforscher schätzen dass das Sparpaket der  deutschen Bundesregierung die Ungleichheiten zwischen Armen und Reichen in Deutschland weiter anheben wird. Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigen eine eindeutliche Polarisierung der Einkommen in den letzten Zehn Jahren fest, was in anderen Worten bedeutet, das die Kluft zwischen Arm und Reich nur noch größer geworden ist. Die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bezieht sich auf den Zeitraum zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2009 stellt in dieser Richtung fest, das im letzten Jahrzehnt die Anzahl der Menschen, die sich eines besonderen Luxus erfreuen, stetig gewachsen ist. Zur gleichen Zeit ist aber auch das Wachsen der Anzahl von Menschen zu bemerken die sich ihren Lebensunterhalt entweder mit einem sehr niedrigen Einkommen sichern müßen, oder gar bitter arm sind. Der immer teurere Lebensunterhalt und verschlechterte Bedingungen für einen Kredit stellen diesbezüglich zusätzliche Problem dar.

Die sogenannte Statuspanik, von der Menschen ergriffen werden, die zur Mittelschicht gehören und befürchten, durch die letzten gesellschaftlichen Entwicklungen in die untere Schicht zu rutschen, ist eigentlich nicht unberechtigt, denn die Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigen, das in den vergangenen zehn Jahren die Mittelschicht geschrumpft ist und immer mehr Menschen mit weniger als siebzig Prozent des durchschnittlichen Einkommens auskommen müßen.

Damit Verbraucher nicht auch für das allernotwendigste einen Kredit aufnehmen müßen, sind nach der Wirtschaftskrise glaubwürdige Maßnahmen nötig und es gilt, die Haushaltspolitik wieder in eine ausgeglichene Lage zu bringen.

Das Statistische Budesamt stellt fest, das die Werte für die Inflationsrate so hoch liegen wie zuletzt am Ende des Jahres 2008, was natürlich bedeutet, das die Kosten für den Lebensunterhalt sich im Mai deutlich erhöhten. Massive Steigerungen der Kosten für Lebensunterhalt liegen im Trend und besonders die Energiekonzerne heben ihre Preise.

Der Lebensunterhalt wird teurer. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte mit, das die Kosten für den Lebenunterhalt für Wiesbaden-Verbraucher im Mai um 1,2 Prozent höher ausfielen, als im vergangenen Jahr. Die Schätzungen des Statistischen Bundesamtes werden somit bestätigt, bei einer Inflationsrate von 1,0 Prozent im April und einer von 1,1 Prozent im März. Die erhöhte Inflationsrate wird umso mehr von Verbrauchern empfunden werden, die einen Kredit angelegt haben.

Auch die Preise für Mineralölprodukte stiegen im Mai besonders stark: Heizöl ist um ein Drittel teurer als letztes Jahr und die Kosten für Benzin stiegen um 14 Prozent. Aber nicht nur die Energemultis für Benzin und Heizöl stiegen, sondern auch Strompreise werden von den Konzernen erhöht und das um 2,9 Prozent. Der Preisanstieg für Energieprodukte ist somit auch nicht durch die gesenkten Preise für Gas und die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme ausgeglichen. Obwohl die Preise für Gas um ganze 9,3 Prozent gesunken sind, ist im Endeffekt der Preis für Energie und somit für Lebensunterhalt höher.

Und auch Nahrungsmittel sind im Mai teurer geworden. Der Preis für Gemüse ist um 4,2 Prozent gestiegen, der Preis für Obst um 6,2 Prozent und der Preis für Speisefetten und Speiseölen ist um 6,4 Prozent höher als im Vorjahr. Durchschnittlich ist der Preis für Nahrungsmittel um 1,3 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Mai des letzten Jahres. Dies bedeutet natürlich besondere Strapazen für Verbraucher, die bereits einen Kredit angelegt haben und deren Finanzen zusätzlich mit dem Einzahlen der Zinsen strapaziert sind.

Aber die Menschen sind zur Zeit wohl durch die Fussball-WM abgelenkt. Auch vor 4 Jahren wurden genau in dieser Zeit massiv die Preise erhöht. Hat jemand schonmal vom Bonus System Fussball gehört? Dort kann sich die Fussballleidenschaft auch auszahlen.

Die Comdirect Bank hat eine Studie durchgeführt um zu erfahren wie die Bundesbürger aktuell einem Eigenheim und einer Finanzierung gegenüber eingestellt sind. Das Resultat: scheinbar sind die Deutschen in diesen Monaten sehr positiv einer solchen Finanzierung gegenüber eingestellt. Mehr als die Hälfte der Befragten waren der Meinung, dass dies ein guter Moment ist um ein Eigenheim zu erwerben.

Etwa 53 Prozent der Befragten in der Studie der Comdirect Bank, erklärten, dass der jetzige Moment günstig für eine Finanzierung ist. Die Comdirect Bank führt diese Studie alle zwei Monate durch um zu sehen wie sich der Markt der Eigenheim Finanzierungen entwickelt. Die Bank erklärte, dass ein neuer Höchstwert erreicht wurde, was die positive Einstellung der Bundesbürger angeht. Die Studie wird seit dem November 2008 durchgeführt.

Die Comdirect Bank schlägt auch eine Erklärung für das Wachstum der Optimistenzahlen vor: durch die Finanzkrise kamen mehrere Bundesbürger in Kontakt mit Informationen aus dem Bereich der Finanzen und konnten somit mehr Wissen im Bereich aufbauen. Deshalb sind die Deutschen nun selbstsicherer und haben mehr Vertrauen in eine Finanzierung. Etwa 45 Prozent der Befragten erklärten dazu noch, dass sie in diesem Moment eine Finanzierung für ein Eigenheim selbst durchführen könnten. Männer waren dabei sicherer als Frauen. Vor zwei Monaten, als die letzte Studie durchgeführt wurde, waren 7,6 Prozent weniger Befragte einer Eigenwohnung positiv eingestellt. Interessant ist aber, dass die Einstellung der Frauen etwas abgenommen hat.

Was die Wahl der Finanzierung angeht, würden 61 Prozent der Befragten einen Bausparvertag wählen. Gleich danach würden 60% ein Hypothekendarlehen nehmen. Nur 52% würden auf Ersparnisse zurückgreifen und etwa 38% würden auch öffentliche Fördermittel nutzen, also ein KfW-Darlehen.