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Browsing Posts published in February, 2010

Schon seit längerer Zeit ist das Problem der Kreditkarten bekannt. Die Sicherheit bei der Nutzung der Kreditkarten lässt viel zu wünschen übrig. Was früher Kreditkartenklau und Finanzkriminalität war, ist heute eine Industrie, die viele Menschen um ihr schwer erarbeitetes Geld bringt. Kein Wunder, dass die Kreditkarten Anbieter, wie Visa, Mastercard oder andere, seit Langem nach Lösungen für das Problem suchen. Visa hat nun angekündigt, dass es Verbesserungen in seinem System für Kreditkarten geben soll. Die Sicherheitsmaßnahmen bei den Bezahlungen mit Visa Kreditkarten soll bald verschärft werden. In Deutschland kommt das neue Sicherheitssystem erst im April 2010 auf den Markt.

Der Name des Systems lautet Visa Alert. Das System besteht darin, dass die Kunden und Besitzer der Kreditkarten per SMS informiert werden, falls ihre Kreditkarte genutzt wird- jedes Mal. Auf diese Weise sind die Besitzer der Kreditkarte immer über den Stand der Karte informiert und sie können die Bank oder die Behörden einschalten, falls ihre Kreditkarte illegal genutzt wurde. Der Missbrauch der Karten könnte schneller entdeckt werden und sogar leichter aufgeklärt werden, verspricht Visa. Dies ist aber nicht die einzige Maßnahme die Visa einführen wird.

Eine zweite Methode um den Missbrauch zu reduzieren besteht in dem sogenannten VPAY System. Hierbei gibt es eine komplett neue Karte die keinen Magnetstreifen mehr hat. Dafür gibt es aber einen Chip und eine Geheimzahl die man wie eine normale Girokarte nutzt. Um dies zu tun muss man aber den Geheimcode eingeben. Wenn die Kreditkarte geklaut wird, kann sie ohne den Pin Code nicht genutzt werden und ist nutzlos. Kreditkarten Diebstahl soll damit schwerer werden verspricht Visa. Auch die Fälschung der Kreditkarten soll schwerer fallen. Im Moment sind in Deutschland etwa 2 Millionen Kreditkarten mit VPAY im Umlauf. Bis Ende des Jahres soll die Zahl aber nach oben gehen, auf bis zu 10 Millionen Stück. Es gibt aber auch Kritiker, die der Meinung sind, dass diese neuen Systeme nur begrenzt mehr Sicherheit bieten und dass sie fast gefährlich sind, weil sie die Illusion der Sicherheit bieten.

Diebe sollen Mittel finden um diese Sicherheitssysteme zu knacken, so wie auch die Systeme die jetzt im Umlauf sind problemlos geknackt werden. Die Geheimcodes sollen ein zu altes System sein und viele fordern ein komplett neues System, wie zum Beispiel semantische Erkennung oder sogar biologische Sicherheitssysteme. Die Technologie für diese Systeme ist aber noch zu teuer, sagen die Kreditkarten Hersteller und bitten um Zeit, bis mehr Fortschritt im Bereich gemacht wird.

Die Deutsche Postbank hat ihre Resultate für das letzte Jahr angekündigt. Das Geschäftsjahr 2009 ist für die Bank nicht gut gelaufen. Das Finanzinstitut hat einen Verlust erzielt.

Vorläufig liegt die Schätzung der Ergebnisse der Deutschen Postbank bei einem Verlust in Wert von mehreren Hundert Millionen. Insgesamt sollen es 398 Millionen Euro sein, die fehlen, vor Steuern. Allerdings schafft es das Finanzinstitut auf ein Plus wenn man die Geschäftszahlen des Jahres 2008 anpasst. In dem Fall kommt die Bank auf einen Nachsteuergewinn von etwa 76 Millionen Euro. Somit ist die Bonner Bank unter dem Strich doch nicht so schlecht aufgestellt, aber viele Experten sind trotzdem unzufrieden.

Die bedeutenden Verluste erklärte das Bonner Institut vor allem auf eine Weise: durch die Abschreibungen die das Institut in dem letzen Quartal des Jahres 2009 vornehmen musste. Zwischen dem Oktober und Dezember 2009 musste die Bank strukturierte Kreditpapiere in Wert von etwa 157 Millionen Euro abschreiben.

Die Deutsche Postbank besitzt aber auch ähnliche Wertpapiere in den USA, vor allem im Bereich der Immobilien Finanzierungen. Diese haben sehr stark an Wert verloren. Weitere Immobilienfinanzierungen besitzt das Institut auch in Großbritannien. Auch diese wurden abgewertet, so dass dadurch erneut Verlust entstanden ist.

Die Risikovorsorge der Postbank beziffert in dem vergangenen Jahr damit mehr als 680 Millionen Euro. In dem Jahr davor, also in 2008, gab es eine Risikovorsorge, die bedeutend geringer war, also unter 500 Millionen Euro. Die Postbank richtet sich vor allem an Privatkunden. Hier soll das Geschäft besser werden und die Bank erwartet dazu auch, dass es in dem Jahr 2010 weniger Bedarf an Wertberichtigungen geben soll.

Im Moment hat das Finanzinstitut nicht mehr angekündigt, aber nächste Woche soll die Deutsche Postbank mehr Details öffentlich machen. Dabei bleibt die Frage welche Maßnahmen die Bank getroffen hat, oder treffen wird, um ähnliche Verluste in der Zukunft zu vermeiden.

Anderen Finanzinstituten, die ebenso so risikoreich investiert hatten, ging es in dem Jahr ähnlich. Jedoch gibt es auch Beispiele von Banken die es geschafft haben sie mit intelligenten Investments wieder aufzurichten. Ein Beispiel dafür ist Goldman Sachs, eine US Bank die einen Profit von mehreren Milliarden US Dollar in dem Jahr 2009 beziffern konnte.

Kredite sind ein komplexes Thema und es gibt viele verschiedene Einstellungen den Krediten gegenüber. Studien zeigen, dass während einige einen Kredit für gefährlich halten, andere eine äußerst positive Meinung dem Kredit gegenüber haben. Studien zeigen, dass dies an vielen verschiedenen Faktoren hängt.

Eine Studie die im Auftrag von der CreditPlus Bank von dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos geführt wurde, zeigt, dass junge Menschen viel offener einem Kredit gegenüber sind. In der Studie wurden etwa 1.000 Personen aus Deutschland befragt, die zwischen 14 und 60 Jahre alt sind. Sie wurden nach ihrer Meinung über Kredite gefragt. Dabei stellte sich heraus, dass das Alter sehr wichtig für die Einstellung Krediten gegenüber ist. Dazu sind auch die Einkommensverhältnisse wichtig.

Jüngere Personen sind viel offener für einen Kredit. Mit dem Alter werden die Menschen skeptischer was einen Kredit angeht. Dies soll dadurch erklärt werden, dass es für ältere Menschen schwieriger ist einen Kredit zu bekommen. Etwa 52 Prozent der Personen in der Studie, die jünger als 35 Jahre waren, sagten sie würden dem Kredit zustimmen. Die Personen die zwischen 35 und 54 Jahre waren aber nur zu 47 Prozent mit einem Kredit einverstanden. Einige deuten die Ergebnisse so, dass die jüngeren Menschen kulturell bedingt sind, offener gegenüber Krediten zu sein. Andere sind aber der Meinung, dass es auch damit zu tun hat, dass jüngere Menschen nicht nur mehr Pläne als ältere Menschen haben, sondern dass sie auch eher bereit sind ein Risiko einzugehen.

Die Meisten der Befragten waren vor allem an einem Ratenkredit interessiert. Vor allem der Konsumkredit kommt in Frage, aber auch andere Kredite sind begehrt. Das Haushaltseinkommen ist aber auch relevant, zeigt die Umfrage der Credit Plus Bank.

Laut der Studie soll mehr Einkommen auch zu einer offenen Einstellung in Bezug Kredite führen. Von den Personen die weniger als 1.750 Euro verdienen, waren nur etwa 30 Prozent mit einem  Kredit einverstanden. Im Vergleich dazu waren etwa 51 Prozent der Personen, die mehr als 2500 Euro verdienen, mit einem Kredit einverstanden. Dies wird erneut durch die Risiko Bereitschaft erklärt. Andere wiederrum sind der Meinung, dass Menschen mit einem größeren Gehalt über einen Neuwagenkauf oder eine Immobilienfinanzierung nachdenken und deshalb mehr Interesse an Krediten haben.

Die Deutsche Wirtschaft bringt wieder dunkle Wolken über die Finanzwelt. Auf den Finanzmärkten sind die Analysten mit den Resultaten der Deutschen Unternehmen nicht zufrieden. Der ZEW Konjunkturindex ist in dem Februar nach unten gegangen im Vergleich zu dem Wert aus dem Januar. Die Finanzwelt reagiert damit auf die Staatsverschuldung, den Euro und die Probleme im Deutschen Arbeitsmarkt.

An den deutschen Börsen sind die Experten für dieses Jahr nicht optimistisch. Ein bedeutender Aufschwung soll in 2010 nicht kommen, so dass die Broker kaum Gewinne an der Börse erwarten.

Im Februar ist der ZEW Konjunkturindex wieder gefallen, und zwar auf 45,1 Punkte. Im Januar stand er bei 47,2 Punkten. Der ZEW Index wird von dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zusammengestellt. Nun befindet sich der Wert des Index auf dem niedrigsten Niveau seit Juli 2009, da er schon seit fünf Monaten konstant abnimmt.

Der ZEW Chef Wolfgang Franz erklärt: „Zwar haben wir bei der Wirtschaftskrise das Schlimmste hinter uns, aber die Sorgen über die Arbeitsmarktentwicklung, Staatsverschuldung und den Euro sind nicht geringer geworden”.

Für den Index werden Analysten und Anleger befragt. Diese sind pessimistisch vor allem was die Märkte für Konsum, Handel und Autoindustrie angeht. Doch auch die Stahlindustrie und die Chemiebranche sind gefährdet, da diese stark von dem Export abhängen.

In dem jetzigen ZEW wurden die Meinungen von etwa 300 Investoren und professionellen Anlegern synthetisiert. Diese sind etwas optimistischer über die aktuelle Lage, aber pessimistischer für die Zukunft. Der Lageindex befindet sich nun auf minus 54,8 Punkte, also um 1,8 Punkte besser als im Januar.

Der ZEW Index ist einer der wichtigsten Indikatoren für die Stimmung in der Deutschen Wirtschaft und ist relevant da Analysten und Anleger befragt werden. Diese sind wieder weniger optimistisch, aber das gilt nicht nur für Deutschland sondern für den gesamten Euroraum. Die Konjunkturerwartungen für den Euroraum ist um 6,2 Punkte gefallen und erreichte 40,2 Punkte. Die Lagebeurteilung stieg aber auch hier leicht an, um fast einen ganzen Punkt.

Die Deutsche Wirtschaft soll also in 2010 stagnieren. Dies wird für viele Unternehmen Probleme schaffen und der Arbeitsmarkt wird wohl nicht wieder zum Leben kommen.

Vor etwa einem Jahr kam die Bank of Scotland nach Deutschland. Obwohl die Finanzkrise wucherte und die Finanzwelt am bangen war, ist die britische Bank auf den Deutschen Markt vorgedrungen. Die Bank bietet Online Tagesgeld Konten und Festgeldkonten in Deutschland an. Nun kündigt die britische Bank die Ergebnisse nach dem ersten Jahr Aktivität in Deutschland an: es gibt bereits 100.000 Kunden.

Die Bank of Scotland hat nach einem Jahr Aktivität in Deutschland 100.000 Kunden, die ihr Geld in Tagesgeld Konten und Festgeldkonten angelegt haben. Seit dem Eintritt auf den Deutschen Markt am 27. Januar 2009 gab es bei der Bank 1,5 Milliarden Euro Kundeneinlagen aus Deutschland. Die Ziele, die sich die Bank für das erste Jahr gesetzt hat, wurden übertroffen.

Bertil Bos, de Managing Director bei der Bank of Scotland, sagte, dass man mit der Evolution auf dem Deutschen Markt äußerst zufrieden ist. Mit 100.000 Kunden und 1,5 Milliarden Euro sind die Ziele für den Markteintritt übertroffen.

Für die nächsten Jahre ist es geplant die Zahl der Kunden zu verdreifachen. Dieses Ziel soll bis 2012 erreicht werden. Insgesamt sollen die Kunden in ihren Tagesgeldkonten und Festgeldkonten etwa 4 Milliarden Euro anlegen. Dieses Geld soll die Bank of Scotland dann verwalten. Die Bank of Scotland soll dazu auch in neue Länder vordringen. Im Moment gibt es die Bank of Scotland in Deutschland, der Niederlande und in einigen Osteuropäischen Ländern. In den nächsten Jahren ist es geplant sich aber weiter auszubreiten.

In Deutschland befindet sich der Hauptsitz der Bank in Berlin. Hier sollen weitere Arbeitsplätze geschafft werden während die Bank sowohl in Deutschland als auch in Europa wächst. Berlin könnte der Hauptverwaltungsort für Europa werden, aber dies ist noch nicht beschlossen.

Die Bank of Scotland gibt es schon seit drei Jahrhunderten, aber in Deutschland ist ihr Geschäft knapp ein Jahr alt. Die neuen Geschäfte in Deutschland sind Teil der Expansion der britischen Bank. Sie wirbt mit Einfachheit und Transparenz ihrer Geschäfte. Allerdings hat auf diese Bank stark unter der Krise gelitten und wurde im Jahr 2009 von Lloyds TSB übernommen. Nun gehört die Bank zu einem der größten Finanzkonzerne der Welt.

In Deutschland bietet die Bank of Scotland im Moment nur Onlinebanking für Tagesgeld Konto und Festgeldkonto an. Die Angebote der Bank werden in der nächsten Zeit aber vielleicht noch erweitert.