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Im Sommer des Jahres 2007, um genauer zu sein, am 9. August 2007, brach die große Rezession aus, die uns alle das Fürchten gelehrt hat. An diesem Tag, der den Anfang einer riesigen und lang anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise markierte, wurde der Überfluß an Geld merkwürdigerweise zu etwas netagivem – und in dem Moment, als überschäumendes Kapital, welches zu jeder Zeit günstige Kredite garantiert hatte, plötzlich nicht mehr erhältlich war, brach in den Volkswirtschaften die Hölle aus.

Diese Krise ist auf eine riesige, spekulative Kreditexpansion zurückzuführen. Logischerweise kann man in der Entwicklung der Situation das wachsen der Blase zurückverfolgen, sowie den unausweichbaren Moment, an dem die Blase platzte. Aber obwohl diese außer Kontrolle geratene Kreditexpansion sicher einer der Hauptgründe für die gewaltige Wirtschaftskrise war, die fast drei Jahre lang wütete, wäre es nicht die ganze Wahrheit zu behaupten, das die spekulative Kreditexpansion den einzigen Grund für die Krise darstellte. Ebenso falsch wäre es zu behaupten, man sollte eine Krise, die auf außer Kontrolle geratene Kredite zurückzuverfolgen ist, nicht mit noch mehr Krediten bekämpfen. Denn man sollte die Situation näher analysieren und erkennen, das Kredite nicht gleich Krediten sind. Es gibt viele Arten von Verschuldung – einige davon in der Tat unproduktiv und der Volkswirtschaft von geringem bis keinem Nutzen – aber auch andere Arten, die einer Wirtschaft unentbehrlich sind, wie etwa das Aufnehmen hoher Kredite von Unternehmen, die auf diese Weise Investitionen finanzieren.

Die Euro Krise hat bewirkt, das sich die Euro Länder dafür geeinigt haben, im extremsten Falle zsammen einen Rettungsschirm für den Euro bereitzulegen. Im Mai besprach man, das dieser Rettungsschirm eine Summe von etwa 440 Miliarden Euro betragen sollte. Die Situation hat sich aber mittlerweile geändert, so die Süddeutsche Zeitung. Diese berichtete, unter Berufung auf ein Schreiben der Bundesregierung, das diese Summe um einiges niedriger ausfallen könnte. Neue Forderungen der Rating Agenturen sind hierfür die Hauptursache, denn sie verlangen von Euro Ländern, mögliche Kredite zu übersichern und das unter Umständen mit einer Summe von 20 Prozent. So bleiben aus den etwa 440 Miliarden Euro, die den Rettungsschirm für den Euro darstellen sollten, nur maximal etwa 366 Miliarden Euro übrig. Die Rating Agenturen bestehen af solche Übersicherungen, wenn sie in manchen Fällen an der Bonität eines bestimmten Staates zweifeln. Und da der Beitrag einzelner Staaten zum Rettungsschirm des Euros von den Rating Agenturen abhängig ist, legen auch die Zweckgesselschaft zur Verwaltung und Ausgabe der Kredite vieles daran, von den Agenturen eine gute Bewertung zu erhalten, denn zur Verwaltung und Ausgabe der Kredite müßen sie sich am Finanzmarkt finanzieren und diesbezüglich bedeutet eine gute Bewertung von den Rating Agenturen, günstige Zinsen. Die Forderungen der Rating Agenturen für Übersicherungen ließen den von den Euro-Ländern angelegten Rettungsschirm auf etwa 366 Miliarden Euro schrumpfen und insgesamt sank die Summe, die von Euro-Staaten, dem Internationalen Währungsfond und Brüssel zusammen verfügbar gemacht werden sollte, auf etwa 676 Miliarden Euro.

Der jahrzehntelange Immobilien- und Bauboom fand in Spanien seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise ein jähes Ende. Spanien leidet schwer unter der Krise: Es wird unter der höchsten Arbeitslosenquote in der Euro Zone gelitten und zusätzlich machen Banken darauf aufmerksam, das die Versorgung mit Kredit ins Stocken kommen konnten, da es generell an Liquiditäten fehlt. Ein zusätzliches Problem sind faule Kredite, unter denen spanische Insitute besonders leiden, da viele traditionellerweise stark im Hypothekengeschäft vertreten sind. Unter der Bezeichnung „fauler Kredit“ versteht man einen solchen Kredit, der vom Kreditnehmer nicht mehr zurückgezahlt werden kann.

Zahlungsausfall belastet spanische Banken besonders. Das Geldhaus Banesto erlitt ein Minus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – der Gewinn ist auf 381,7 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine steigende Anzahl fauler Kredite zurückzuführen, denn scheinbar sind die Provisionen der spanischen Bank zwar gestiegen, aber faule Kredite fraßen die Gewinne auf. Die Quote der Zahlungsausfälle ist auf 3,48 Prozent gestiegen und Experten schätzen, das die faulen Kredite ihr Maximum erst im nchsten Jahr erreichen werden.

Die spanische Regierung nimmt drastische Maßnahmen auf allen Fronten, um einen Absturz des Immobilienmarktes zu verhindern und es wurden extreme Gesetze verabschiedet, die unter anderem das Ende der Sparkassen wie man sie bisher kannte, bedeuten könnten. Diese Gesetze regeln, inwiefern politisch engagierte Menschen Führungsremien spanischer Sparkassen besetzen können.

Banken sind noch immer nicht transparent bei der Finanzberatung. Trotz der neuen Richtlinien haben Konsumenten noch immer weitgehend Probleme damit, sich einen Überblick über die Konditionen für Kredite zu verschaffen. Die Banken nutzen gesetzliche Ausnahmen und machen diese zur Regel. Dieses Verhalten wird rege kritisiert, aber scheinbar sind Banken zum Schluß gekommen, das zu viel Transparenz nicht gut für das Geschäft ist und sie enthalten den Kunden wichtige Informationen die gebraucht wären, wenn man die Angebote mehrerer Banken ausgedruckt haben wollte, um die Konditionen für Kredite bei verschiedenen Anbietern zu vergleichen. Um Angebote leichter vergleichen zu können, hätte jedem Kunden eigentlich eine europaweite Standardinformation zur Verfügung stehen müßen. Hier sollten alle wichtigen Punkte enthalten sein, aber viele Banken respektieren die neuen Richtlinien nicht und bieten immernoch nur eine mangelhafte Finanzberatung an. Außer der mangelhaften Finanzberatung wurde noch das Verhalten der Banken kritisiert, was die Policen für Rechtschuldversicherungen angeht. Dies sind Policen die das Zahlen der Raten übernehmen, falls der Kreditnehmer stirbt, arbeitlos oder berunfsunfähig wird und sie werden von den Mitarbeitern der Banken gepusht, um mitverkauft zu werden da sie einerseit das Risiko für die Banken vermindern und andererseits mit attraktiven Vertriebsprovisionen zusammenhängen. Die Banken werden mit solchem Verhalten wahrscheinlich in nächster Zukunft auch davonkommen, denn in der Welt der Politik meint man, das es keinen Sinn hätte, das Gesetz nachzubessern, wo es den Banken einen gewissen Spielraum bietet.

Die Schufa ist eine Auskunftei, die über die Kreditwürdigkeit, also über die Bonität von Kreditnehmern Auskunft gibt. Bisher waren nur Schufa-Auskünfte über Privatpersonen erhältlich, aber demnächst steigt Schufa in ein neues Geschäftsfeld ein und wird auch Auskünfte über Unternehmen bieten. Die Auskünfte, die Schufa Kreditgebern bietet (wie zum Beispiel Banken, Autohäusern oder Einzelhändlern) per elektronischer Anfrage so schnell eine Auskunft, das dieser Prozess nur unwesentlich die Interaktion zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber verlangsamt: Die Auskunft ist meistens so schnell erhältlich, das der Kunde trotzdem sofort seinen Kredit bekommt.

Aber waren solce Informationen bisher nur über Privatpersonen erhältlich, will die Schufa dieses Model jetzt auch auf gewerbetreibende und juristische Personen übertragen und auch Unternehmen in ihre Datenbanken aufnehmen. Daran wird bereits seit dem Jahr 2004 gearbeitet, also es war schon lange vor der Finanzkrise geplant. Da die meisten deutschen Unternehmen Kleinunternehmen sind, deren Bonität inhaberbestimmt ist, konnte die Schufa auch auf ihren bisherigen Daten aufbauen, denn das bedeutet soviel wie, das die Bonität des Unternehmens von der Bonität des Inhabers bestimmt ist. Tilo Walter, der Leiter für Business Development der Schufa Business Line, ist davon überzeugt, das es für dieses neue Produkt eine mehr als ausreichende Anfrage geben wird, denn gerade Kunden wie Kleinunternehmen waren bisher für die Banken besonders schwierig. Die Schufa will andere Auskunfteien in diesem Feld vor allem preislich unterbieten, so wie mit ihrer Kompaktauskunft, die 9,50 Euro kosten soll – hierbei hat man sich bei der Preisfetsetzung danach orientiert, unter den Kosten für zehn Minuten Arbeitszeit eines Bankmitarbeiters zu bleiben.